Wenn Ihr Arzt Ihnen zur Dialyse rät, heißt das, dass Ihre Nieren ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Die Dialyse unterstützt die Nieren bei der Entgiftung des Körpers. Die meisten Patienten gehen mehrmals wöchentlich zur Behandlung in ein Dialysezentrum. Dort wird die sogenannte Hämodialyse unter ärztlicher Betreuung durchgeführt. Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit, die anzuwenden. Welches Dialyseverfahren für Sie in Frage kommt, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt/Ihrer Ärztin.

Wahrscheinlich stellen Sie sich vor der ersten Dialyse verschiedene Fragen. Lesen Sie hier, wie eine Dialysebehandlung abläuft und wie Sie sich auf die erste Dialyse vorbereiten können.

Die Behandlung im Dialysezentrum: Ein Tag bei der Dialyse

Viele Patienten stellen sich zunächst einmal die Frage, welches Dialysezentrum sie auswählen sollen, wie oft sie zur Dialyse müssen und wie ein typischer Dialysetag abläuft. In der Regel gehen Dialysepatienten etwa dreimal die Woche für vier bis fünf Stunden ins Dialysezentrum.

 

Was muss ich zur Dialyse einpacken?

Ihr Besuch im Dialysezentrum sollte so angenehm wie möglich für Sie sein. Packen Sie deshalb Dinge ein, die Ihnen den Aufenthalt verschönern. Eine Decke und bequeme Kleidung (Sie dürfen ruhig in der Kleidung kommen, in der Sie sonst auch Zeit auf dem Sofa verbringen) können helfen, die lange Zeit etwas gemütlicher zu machen. Je nachdem, was Sie gerne während der Dialyse machen wollen, können Sie ein Buch, Zeitschriften, Kopfhörer oder einen Laptop mitbringen.

 

Was kann ich während der Dialyse alles machen?

Während der Dialyse werden Sie für mehrere Stunden sitzen oder liegen. Das kann zunächst nach viel Zeit und Langeweile klingen, aber stellen Sie sich einfach vor, Sie würden den Nachmittag Zuhause auf Ihrem Sofa verbringen. Sie können die Zeit für einen Mittagsschlaf nutzen, im Internet surfen, ein Buch lesen oder Rätsel lösen. Fragen Sie die anderen Patienten, ob es sie stört, wenn Sie Fernsehen oder mit Freunden telefonieren. Fast alles, wofür Sie sich nicht bewegen müssen, ist möglich!

 

Wie sieht ein typischer Besuch im Dialysezentrum aus?

Ein Taxi oder ein organisierter Transport holt Sie von Zuhause ab und fährt Sie direkt zum Dialysezentrum. So müssen Sie sich keine Gedanken über die Anreise machen. Natürlich ist es aber auch möglich, dass Sie von Angehörigen zum Dialysezentrum gebracht werden.

Bevor es mit der Dialyse losgeht, werden Sie gewogen und der Blutdruck gemessen. Sagen Sie dem Personal unbedingt Bescheid, falls Sie irgendwelche Beschwerden haben.

Ihr Arm wird desinfiziert und über Ihren Shunt wird ein Zugang zu den Blutgefäßen geschaffen. Das Personal stellt die Dialysemaschine individuell auf Sie ein und dann geht es schon los.

Während der Dialyse verändert sich das Blutvolumen sowie die Konzentration verschiedener Stoffe im Blut, wodurch es zu Blutdruckschwankungen kommen kann. Deshalb wird das Personal regelmäßig Ihren Blutdruck überprüfen. Machen Sie auf sich aufmerksam, falls es Ihnen nicht gut geht.

Je nach Dialysezentrum stehen auch verschiedene Getränke und Essensoptionen bereit. Wenden Sie sich an das Personal, falls Sie Fragen zu der Menge, die Sie konsumieren dürfen, oder andere ernährungsspezifische Fragen haben.

Nach der Dialyse müssen Sie noch einmal auf die Waage treten und werden dann von Ihrem Transport wieder nach Hause gebracht oder können abgeholt werden.

Wie oft muss ich zur Dialyse und wie lange dauert die Behandlung?

Eine Dialysesitzung dauert in der Regel mindestens vier Stunden. Die meisten Patienten gehen dreimal pro Woche ins Dialysezentrum. In einzelnen Fällen kann es sein, dass die Dauer und Häufigkeit von diesem Schema abweichen, je nachdem, wie stark der Körper entgiftet oder entwässert werden muss. Die genaue Dauer und Häufigkeit wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin mit Ihnen besprechen.

Dialysevorbereitung

Das erste Mal bei der Dialyse - Wie kann ich mich vorbereiten?

Folgende Tipps können bei der Wahl der Dialysemethode und der Vorbereitung auf die erste Dialyse helfen:

Informieren Sie sich über Ihre Erkrankung und stellen Sie Ihrem Arzt alle Fragen, die Ihnen im Kopf herumschwirren. Keine Frage muss Ihnen unangenehm sein. Lassen Sie sich auch umfassend beraten, welche Dialysemethode für Sie in Frage kommt.

Lassen Sie sich etwas Zeit für die Entscheidung für eine Dialysemethode. Diese Wahl sollte gut überdacht sein und Ihnen die höchste Lebensqualität Ihren Umständen entsprechend gewährleisten.

Sprechen Sie auch mit Partnern, Verwandten und Freunden über Ihre Sorgen und Ängste oder darüber, was sich in Zukunft in Ihrem Alltag ändern wird. Sicher sind Ihnen nahestehende Personen froh, wenn sie Sie unterstützen können!

Informieren Sie sich über Dialysezentren in Ihrer Nähe und besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welches für Sie in Frage kommt.

Mehrere Wochen vor der ersten Dialyse ist eine kleine Operation notwendig: Bei der Hämodialyse muss ein Shunt an Ihrem nichtdominanten Arm angelegt werden. Hier wird eine Vene mit einer Arterie verknüpft, damit später bei der Dialyse ein einfacherer Zugang zu den Blutgefäßen möglich ist. Um die Peritonealdialyse durchführen zu können, muss im Vorhinein ein Katheter in der Bauchhöhle integriert werden, über den später die Flüssigkeit in den Bauchraum gelangt.

Machen Sie sich Gedanken, was sich in Ihrem Leben verändern wird. Wie können Sie sich an die neuen Lebensumstände anpassen? Was bedeutet die Dialyse für Ihren Beruf, Ihren Alltag und Ihre Ernährung?

Vergessen Sie nicht: Sie sind nicht allein! Im Dialysezentrum werden Sie andere Patienten treffen, die vielleicht schon länger Erfahrung mit der Dialyse haben. Tauschen Sie sich mit diesen aus! Sie können meist am besten nachvollziehen, was Ihnen Sorge bereitet und vielleicht einige Vorurteile zur Dialyse aus dem Weg räumen.

Fragen und Antworten

Wo finde ich das nächste Dialysezentrum?

Normalerweise sind Sie bereits in ärztlicher Betreuung, wenn eine Dialyse notwendig wird. Deshalb wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin Sie darüber informieren, welches Dialysezentrum in Frage kommen könnte. Der Transport zum nächstgelegenen geeigneten Dialysezentrum wird üblicherweise von den Krankenkassen übernommen. Auch im Ausland gibt es Dialysezentren. Wenn Sie verreisen möchten, sollten Sie sich frühzeitig darüber informieren, wie die Dialyse im Urlaub ablaufen kann.

Was muss ich zur Dialyse einpacken?

Ihr Besuch im Dialysezentrum sollte so angenehm wie möglich für Sie sein. Packen Sie deshalb Dinge ein, die Ihnen den Aufenthalt verschönern. Eine Decke und bequeme Kleidung (Sie dürfen ruhig in der Kleidung kommen, in der Sie sonst auch Zeit auf dem Sofa verbringen) können helfen, die lange Zeit etwas gemütlicher zu machen. Je nachdem, was Sie gerne während der Dialyse machen wollen, können Sie ein Buch, Zeitschriften, Kopfhörer oder einen Laptop mitbringen.

Was kann ich während der Dialyse alles machen?

Während der Dialyse werden Sie für mehrere Stunden sitzen oder liegen. Das kann zunächst nach viel Zeit und Langeweile klingen, aber stellen Sie sich einfach vor, Sie würden den Nachmittag Zuhause auf Ihrem Sofa verbringen. Sie können die Zeit für einen Mittagsschlaf nutzen, im Internet surfen, ein Buch lesen oder ein Rätsel aus einem unserer STADAPHARM Hefte lösen. Fragen Sie die anderen Patienten, ob es sie stört, wenn Sie Fernsehen oder mit Freunden telefonieren. Nur Ihre Bewegungsfreiheit ist während der Dialyse etwas eingeschränkt, denn ein Arm wird an das Dialysegerät angeschlossen. Insofern ist fast alles, wofür Sie sich nicht bewegen müssen, möglich!

Wie fühlt man sich nach der Dialyse?

Häufig berichten Patienten, dass sie direkt nach der Dialyse keine Veränderung verspüren, sich jedoch über einen längeren Zeitraum der Allgemeinzustand deutlich bessert.

Nach der Dialyse geht es Ihnen schlecht? Manche Patienten empfinden die Dialyse als anstrengend. Planen Sie genug Zeit für Ruhe ein. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfe oder Juckreiz während der Dialyse können vorkommen und mit Medikamenten behandelt werden. Sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem behandelnden Arzt/Ihrer Ärztin.

Was kostet eine Dialysebehandlung?

Die Kosten für die Behandlung werden von den gesetzlichen sowie privaten Krankenkassen getragen. Nur für einige Leistungen müssen Patienten Zuzahlungen leisten. Dies kann beispielsweise Medikamente, Heimpflege oder die Dialysebehandlung im Ausland betreffen, falls die Kosten dieser die Behandlungskosten im Inland überschreiten. Die Zuzahlungen sind von möglichen Zusatzversicherungen abhängig und unterliegen einer gewissen Grenze.

Was steht mir noch zu?

Außerdem stehen Ihnen weitere Leistungen zu. So Sie als Dialysepatient zum Beispiel einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Lesen Sie mehr zum Thema Rechtliches und Soziales bei Dialyse.

Die Peritonealdialyse Zuhause – Absolute Hygiene ist ein Muss!

Der Vorteil einer Peritonealdialyse ist für viele, dass sie von Zuhause durchgeführt wird und Sie nicht ins Dialysezentrum fahren müssen. Sie ist aber auch mit bestimmten Anforderungen verbunden. Besonders wichtig ist es, dass Sie steril arbeiten, damit keine Keime in den Körper gelangen können. Beachten Sie dabei folgendes:

  • Vor der Dialyse sollten Sie Schmuck wie Ringe, Armbänder oder Armbanduhren ablegen.

  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife – mindestens 20 Sekunden lang.

  • Wenn Sie einen Tisch als Arbeitsfläche verwenden, reinigen und desinfizieren Sie diesen vorher.

  • Auch der Raum sollte möglichst steril gehalten werden: Schließen Sie Fenster und Türen, um Luftzüge zu vermeiden. Haustiere sollten draußen bleiben.

  • Tragen Sie einen Mund-Nasenschutz während des gesamten Ablaufs.

  • Befolgen Sie alle Schritte so, wie es Ihnen vom geschulten Personal beigebracht wurde.

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