1. Gemüse

Gemüse hat viel zu bieten: Vitamine, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, … Und natürlich Kalium und Wasser. Entscheidend ist immer die Portion, die Sie wählen.

 

Kalium und Gemüse

Dazu ein Beispiel: auf 100 g bezogen haben Kopfsalat und gekochter Blumenkohl vergleichbare Mengen an Kalium. Was sich unterscheidet, sind die üblichen Portionsgrößen: eine Portion Kopfsalat wiegt etwa 50 g, beim Blumenkohl sind es 150 g.

Bei Kräutern ist der Vergleich noch extremer. Bereiten Sie sich nicht gerade eine Frankfurter Grüne Sauce zu, kommen Sie mit 5 Gramm Schnittlauch oder Basilikum pro Portion locker zurecht.

Kaliumgehalt von Gemüsesorten pro 150 Gramm
(gegart, wenn nicht anders vermerkt)

Gemüse (gegart, wenn nicht anders vermerkt) Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
150 g Aubergine 300 30 1 140
150 g Blumenkohl 230 60 3 135
150 g Bohnen, grün 225 40 3 130
150 g Brokkoli 440 90 5 125
150 g Chinakohl, roh 300 45 1 140
150 g Erbsen 320 160 9 105
50 g Feldsalat 210 25 1 145
150 g Grünkohl 260 90 6 130
150 g Gurke, roh 250 25 2 25
80 g Kartoffel (1 Stück) 305 25 2 25
50 g Kopfsalat 90 12 1 50
150 g Kürbis 410 70 2 145
150 g Möhre, roh 405 55 2 130
150 g Möhre 300 40 2 130
150 g Paprika, grün, roh 265 30 2 135
150 g Paprika, rot, roh 390 45 2 130
150 g Paprika 235 45 2 130
150 g Porree 250 75 3 130
150 g Rosenkohl 465 100 5 130
150 g Sauerkraut 150 40 1 130
150 g Spargel 205 55 3 140
150 g Spinat, roh 825 70 5 140
150 g Spinat 205 70 5 140
70 g Tomate 165 30 2 140
150 g Weißkohl, roh 405 55 2 135
150 g Zucchini, roh 265 45 3 140
150 g Zucchini 240 45 3 135
40 g Zwiebel, roh 65 10 0,4 30

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

 

 

 

Wasser und Gemüse

Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Im Grunde genommen macht es keinen Unterschied, ob Sie eine Portion Spargel essen oder eine Spargelcremesuppe.

Essen Sie eine Suppe als Vorspeise, dann wählen Sie als Beilage zum Hauptgang besser eine Portion Salat als eine Portion Gemüse.

Bereiten Sie sich einen Gemüseauflauf oder Eintopf zu, lassen Sie an diesem Tag das Dessert in Form von Obst oder Joghurt sausen, um weitere Flüssigkeit einzusparen.

Es widerspricht zwar dem Sinne eines Eintopfes – aber bei erhöhten Kaliumwerten sollten Sie Kartoffeln und Gemüse vorkochen und das Kochwasser verwerfen.

2. Pilze und Hülsenfrüchte

Pilze

Pilze sind wie Gemüse reich an Wasser und Kalium. Pro Portion liefern sie roh etwa 400 mg an Kalium. Im gegarten Zustand verringert sich der Kaliumgehalt. Die beim Schmoren entstandene Flüssigkeit sollte aber nicht weiterverarbeitet werden: sie ist besonders kaliumreich. Das gilt auch für Pilze aus der Konserve.

Kaliumgehalt von Pilzsorten (roh) pro 150 g

 

Pilze (roh) Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
150 g Austernpilz 385 100 3 135
150 g Butterpilz 285 105 5 130
150 g Champignon 585 195 5 135
150 g Champignon, Konserve 165 105 5 140
150 g Pfifferling 495 85 3 135
25 g Pfifferling, getrocknet 1345 145 4 3
150 g Steinpilz 495 130 6 130
25 g Steinpilz, getrocknet 500 160 5 3
5 g Trüffel 25 3 0,4 5

 

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

< id="" class="grid-section-subtitle f4 f3-lg fw4 lh-title mb3 text-left tal ">Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind gute Eiweißlieferanten, warten aber mit Ballaststoffen und auch mit einem hohen Gehalt an Kalium und Phosphat auf. Bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung stehen Hülsenfrüchte oft auf dem Speiseplan, um den Körper mit dem notwendigen Eiweiß zu versorgen. Wenn Sie diese Kostformen für sich gewählt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

3. Obst

Kaum zu glauben, aber eine Banane enthält fast so viel Wasser wie ein Apfel.

Obst besteht zu über 85 % aus Wasser und trägt wesentlich zur Flüssigkeitsaufnahme bei. Das sollte aber nicht dazu führen, Obst zu meiden. Gegen ein Stück Obst am Tag spricht nichts.

Das gilt auch, wenn die Kaliumwerte erhöht sind. Wählen Sie eine kaliumarme Frucht aus oder variieren Sie die Menge. Ein Beispiel: ein Apfel oder eine Birne tragen mit etwa 8 Prozent zur täglich empfohlenen Kaliummenge von 2000 mg bei, eine Banane schlägt schon mit 23 Prozent zu Buche (s. Tabelle). Da Obst in der Regel frisch verzehrt wird gibt es zubereitungsbedingte Kaliumverluste nur bei Obst aus der Konserve.

Soviel Kalium ist in einer Portion Obst (125 g) enthalten

Obst Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
150 g Apfel 180 15   130
200 g Apfelmus, gezuckert 110 15   180
50 g Aprikose (1 Stück) 140 10 0,5 45
150 g Aprikose, Konserve 255 20   120
150 g Avocado 735 60 3 100
150 g Banane 555 30 2 110
150 g Birne 175 15 1 125
100 g Brombeere 190 30 1 85
8 g Dattel, getrocknet (1 Stück) 52 5   2
150 g Erdbeere 240 40 1 145
100 g Heidelbeere 80 15 1 85
100 g Himbeere 200 45 1 85
150 g Honigmelone 465 40 1 130
150 g Kirsche, sauer 175 30 3 125
150 g Kirsche, süß 345 40 2 125
50 g Kiwi (1 Stück) 160 15 0,5 40
50 g Mandarine (1Stück) 80 30 0,5 45
150 g Mango 255 25 1 125
150 g Orange 250 40 1 125
150 g Pfirsich 285 30 1 130
150 g Pfirsich, Konserve 195 30 1 125
150 g Pflaume 240 25 1 125
150 g Wassermelone 210 15 1 135
150 g Weintraube 300 30 1 120

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

4. Nüsse und Samen

Nüsse und Samen sind wahre Energiebomben: Sie sind reich an Fett, Eiweiß, Kohlenhydraten und liefern nennenswerte Mengen an Ballaststoffen. Aber sie enthalten auch viel Kalium und Phosphat. Dieses Schalenobst sollten Sie nur in kleinen Mengen genießen. Eine Handvoll Mandeln (30 g) versorgt Sie mit 6 g Eiweiß, 150 mg Phosphat und 250 mg Kalium.

Das liefern Nüsse und Samen an Eiweiß, Kalium und Phosphat (Portion 30 g)

Nüsse und Samen Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
30 g Cashewnuss 165 110 5 1
30 g Erdnuss, geröstet, gesalzen 235 125 8 1
30 g Haselnuss 190 100 5 1
30 g Kürbiskern 170 155 11 1
30 g Mandel 150 250 6 1
30 g Pinienkern 180 155 7 1
30 g Pistazienkern 305 150 5 1
30 g Sonnebblumenkern 220 185 7 1
30 g Walnuss 165 125 4 1

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundt

5. Brot

Deutschland ist die Nation mit der größten Brotauswahl. Profitieren Sie von dem reichhaltigen Angebot. Wenn Nussbrot nicht gerade Ihr Favorit ist oder Sie ausschließlich „echtes“* Vollkornbrot essen, gibt es eigentlich wenig zu sagen. Es kursieren immer mal wieder Empfehlungen, dass Dialysepatienten eher zu Weißbrot greifen sollten. Das stimmt nur bedingt. Weißbrot hat zwar weniger Phosphat und Kalium als Mehr- oder Vollkornbrot, dafür macht es aber nicht so satt, und dann isst man meistens noch eine weitere Scheibe…

 

*Zuckerkulör für eine dunklere Farbe und ein paar Körner auf der Oberfläche geben einem Mischbrot ein vollwertigeres Aussehen. Ein Vollkornbrot, dass auch noch ganze Körner enthält, können Sie ganz leicht am deutlich höheren Gewicht pro Scheibe erkennen.

So viel Kalium und Phosphat sind in einer Portion Brot oder Brötchen (50 g)

Brot Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
50 g Weizenbrötchen 65 50 4 15
50 g Roggenbrötchen 80 80 5 15
50 g Volkornbrötchen 130 245 4 19
50 g Croissant 75 55 4 5
12 g Knäckebrot, Roggen 60 40 1  
12 g Knäckebrot, Weizen 25 15 1  
50 g Laugenbrötchen, -bretzel 75 80 4 15
50 g Mehrkornbrötchen 160 120 4 20
50 g Pumpernickel 95 75 4 20
50 g Roggenbrot 120 60 3 20
50 g Roggenmischbrot 90 70 4 20
50 g Roggenvollkornbrot 145 100 4 20
30 g Weizentoast 40 30 20 10
30 g Roggentoast 85 60 2 10
30 g Weißbrot 65 45 2 10
50 g Weizenmischbrot 135 105 3 20
50 g Weizenvollkornbrot 105 100 4 20

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

6. Nudeln und Reis

Ob als Beilage oder Hauptgericht, Reis und Teigwaren sind vielseitig einsetzbar. Aus Ernährungssicht liefern sie vornehmlich Kohlenhydrate, der Gehalt an Kalium und Phosphat ist bei den Vollkornvarianten höher.

Bei den Teigwaren macht es keinen großen Unterschied ob es sich um Nudeln mit oder ohne Ei handelt. Einfluss bei der Zubereitung haben Sie allerdings auf den Salzgehalt. Nudelsaucen sind in der Regel schon so gut gewürzt, dass Sie die Nudeln auch ohne Salz im Kochwasser zubereiten können. Das gilt auch für Aufläufe oder Suppen.

Soviel Kalium und Phosphat ist in Reis und Nudeln (gekocht, 150 g)

Reis, Nudeln Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
150 g Reis, gekocht 70 60 3 105
150 g Naturreis, gekocht 115 150 5 100
150 g Nudeln, gekocht 75 100 8 100
150 g Nudeln mit Ei, gekocht 75 90 6 115
150 g Volkornnudeln, gekocht 210 225 8 100

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

7. Milch und Milchprodukte

Gefragt, was in der Milch enthalten ist, lautet die häufigste Antwort „Eiweiß und Calcium“. Weitgehend unbekannt ist, dass Milch und Joghurt auch Kalium und Phosphat liefern. Meistens haben die fettärmeren Milchprodukte auch einen niedrigeren Phosphatgehalt. Das liegt daran, dass durch die Fettreduzierung der Eiweißgehalt ansteigt und damit auch die Phosphatmenge.

Käse ist ein Phosphatlieferant, wobei die Sorte und herstellungsbedingt zugesetzte Phosphate den Gesamtgehalt bestimmen. Im Vergleich dazu ist der Kaliumgehalt von Milch oder Joghurt eher gering.

Für Speisen, bei deren Zubereitung Milch benötigt wird, macht es dennoch Sinn, die Milch durch ein Sahne-Wasser-Gemisch zu ersetzen. Hört sich nicht besonders lecker an, fällt aber in Pudding, Brei oder Pfannkuchen geschmacklich nicht auf. Ersetzt wird die Milchmenge durch 1 Teil Sahne und 3 bis 4 Teile Wasser. Da Sahne keinen Milchzucker enthält, muss je nach Gericht etwa 1 Esslöffel Zucker hinzugefügt werden.

Sahne-Wasser-Gemisch im Vergleich zu Milch

Milch, Milchprodukte

Milch, Milchprodukte Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
150 g Milch, 3,5 % Fett 210 135 5 130
150 g Buttermilch 220 135 6 135
150 g Kefir, 3,5 % Fett 240 135 5 130
150 g Joghurt, natur, 1,5 % Fett 225 135 6 130
150 g Fruchtjoghurt, 3,5 % Fett 2250 140 6 115
150 g Fruchtquark, 10 % Fett i.Tr. 220 145 8 110
150 g Quark, mager 145 240 20 120
15 g Crème fraîche, 30 % Fett 20 10   10
15 g Saure Sahne, 10 % Fett 20 15   10
15 g Sahne, 30 % Fett 15 10   10

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

Käse

Käse Kalium (mg) Phosphor (mg) Eiweiß (g) Wasser (g)
30 g Hüttenkäse 25 45 4 25
30 g Frischkäse, 60 % Fett i.Tr. 30 40 3 15
30 g Ricotta 30 80 30 20
30 g Mascarpone 40 30 2 30
30 g Appenzeller, 50 %Fett i.Tr. 25 160 8 15
30 g Blauschimmelkäse, 60 % Fett i.Tr. 30 120 6 10
30 g Brie, 50 % Fett i.Tr. 45 120 8 15
30 g Butterkäse, 60 % Fett i.Tr. 35 195 5 15
30 g Camembert, 30 % Fett i.Tr. 36 180 7 20
30 g Camembert, 45 % Fett i.Tr. 30 105 6 15
30 g Edamer, 45 % Fett i.Tr. 20 120 8 10
30 g Emmentaler, 45 % Fett i.Tr. 45 250 8 10
30 g Gouda, 45 % Fett i.Tr. 40 195 8 10
30 g Maasdamer, 45 % Fett i.Tr. 30 150 8 15
66 g Mozzarella (1/2 Kugel) 25 185 11 40
66 g Mozzarella, fettreduziert (1/2 Kugel) 55 100 8 50
30 g Parmesan, 45 % Fett i.Tr. 55 260 9 10
30 g Sauermilchkäse (Harzer) 30 80 9 20
30 g Scheiblettenkäse, 45 % Fett i.Tr. 45 240 5 15
30 g Schmelzkäse, 30 % Fett i.Tr. 60 270 5 20
30 g Tilsiter, 40 % Fett i.Tr. 30 165 8 10
30 g Ziegenschnittkäse, 45 % Fett i.Tr. 20 125 8 15

 

* in kleinsten Mengen enthalten. Mengenangaben sind gerundet

8. Fleisch, Fisch, Geflügel, Wurstwaren

Tierische Lebensmittel sind echte Eiweißquellen. Eine Portion von etwa 125 Gramm liefert im Mittel 25 g Eiweiß. Damit kann der Eiweißbedarf für Dialysepatienten nicht komplett, aber zu einem Drittel bis zur Hälfte gedeckt werden. Stehen Fleisch, Geflügel und Fisch nicht auf Ihrem Speiseplan, kann es schwer werden, den Bedarf zu decken. Aber auch da gibt es natürlich Alternativen, zum Beispiel in Form von Quark oder Hüttenkäse und eine gezielte Auswahl an Gemüse, Hülsenfrüchten, Käse und Eiern.

Es liegt auf der Hand, dass Fleisch aufgrund des Eiweißes auch entsprechende Mengen an Phosphat enthält. Je magerer, umso mehr. Auch Kalium ist mengenmäßig stark vertreten. Eine Portion Fleisch, Fisch oder Geflügel liefert neben dem Eiweiß auch etwa 20 bis 30 % der Tagesempfehlung an Phosphat und Kalium. Lassen Sie sich durch diese Werte nicht abschrecken. Über den Tag oder auf eine Woche verteilt relativieren sich vereinzelt hohe Werte.

Zubereitungsbedingt gelangt Kalium beim langsamen Schmoren im Ofen in den Bratensaft. In kurz angebratenem Fleisch ist nicht mit Verlusten zu rechnen.

< id="" class="grid-section-subtitle f4 f3-lg fw4 lh-title mb3 text-left tal ">Jetzt geht´s um die Wurst

Die meisten Wurstwaren sind eher fettreich und beinhalten pro Portion etwa 30 bis 50 mg Phosphat. Bei manchen Produkten kommen Phosphatzusätze zum Einsatz, um die Konsistenz zu verbessern. Achten Sie beim Kauf auf E-Nummern oder fragen Sie Ihren Metzger ob er Phosphate bei der Wurstherstellung einsetzt oder die für Sie günstigeren Citrate.

 

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