Dialyse – Was ist das überhaupt?

Behandlung bei Nierenversagen

Wenn die Nieren ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen können, ist dies für unseren Körper lebensbedrohlich. Bei einer Niereninsuffizienz können die Nieren giftige Stoffe nicht mehr ausscheiden, wodurch der Körper langsam vergiftet wird. In diesen Fällen ist eine Nierenersatztherapie notwendig. Die Dialyse, auch Blutwäsche genannt, übernimmt dann die Reinigungsfunktion der Nieren und bewahrt den Körper vor einem Kreislaufzusammenbruch sowie einer Vergiftung mit Abbauprodukten des Stoffwechsels, die bei gesunden Menschen über die Niere ausgeschieden werden würden. Sie kann somit Leben retten!

Dialyse in der Corona-Krise

Als Dialysepatient gehören Sie zur Risikogruppe in der Corona-Pandemie. Lesen Sie hier, wie Sie sich am besten schützen und was es zu beachten gilt!

Dialyse in Deutschland – Fakten

Wann ist eine Dialyse nötig?

Eine Dialyse ist dann notwendig, wenn die Nieren ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Bei chronischem Nierenversagen kann sich die Nierenfunktion nicht mehr erholen, weshalb die Dialyse dann längerfristig notwendig ist. Dann spricht man von einer Langzeitdialyse. Zu welchem Zeitpunkt ein Patient dialysepflichtig wird, also eine Dialyse benötigt, kann nicht so genau vorhergesagt werden. Dies ist abhängig von vielen Faktoren wie zum Beispiel der zeitlichen Entwicklung der Erkrankung, Medikamenten sowie dem persönlichen Umfeld.

Dialyse für begrenzte Zeit – die vorübergehende Dialyse

Eine vorübergehende Dialyse wird bei akutem Nierenversagen für eine kurze Zeit angewendet. Akutes Nierenversagen tritt plötzlich und innerhalb von Stunden oder Tagen auf. Gründe für die plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion können zum Beispiel größerer Blut- oder Flüssigkeitsverlust nach Unfällen oder Operationen, Nierensteine oder eine Überdosierung von bestimmten Medikamenten sein. Die Nieren können bei akutem Nierenversagen jedoch wieder zu ihrer vollen Funktion zurückkehren. Bis es so weit ist, ist dann eine Dialyse nötig.

Auf einen Blick

Wenn die Nieren ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können, ist eine Dialyse nötig. Diese befreit den Körper von schädlichen Giftstoffen. Bei akutem Nierenversagen wird die Dialyse nur vorübergehend angewendet. Wenn sich die Nierenfunktion nicht mehr erholen kann, spricht man von chronischem Nierenversagen. Dann ist eine Langzeitdialyse notwendig. Es gibt zwei Dialysearten: die Hämodialyse und die Peritonealdialyse.

Wie funktioniert eine Dialyse?

Bei einer Dialyse wird dem Körper Blut entnommen, dieses über eine Membran gefiltert und das gereinigte Blut dem Körper zurückgeführt. Der Stoffaustausch beruht dabei auf dem physikalischen Prinzip der Diffusion. Bestimmte Produkte, wie zum Beispiel Elektrolyte, Harnstoff und Kreatinin, können die Membran relativ ungehindert passieren und werden durch die Poren der Membran aus dem Blut gefiltert. Substanzen aus größeren Molekülen (zum Beispiel Eiweiße, Blutzellen, Fette) können die Membran allerdings nicht durchqueren und bleiben somit im Blut. Es gibt zwei unterschiedliche Dialysearten – die Hämodialyse und die Peritonealdialyse.

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